EIN GANZES

Wer die Mühe auf sich nimmt, diese Website zu studieren, die Eingaben auf dem Blog anzuschauen und zu lesen, sich vielleicht auf Instagram einen Überblick holt, der dürfte kaum noch daran zweifeln, dass er hier etwas Besonderes vor sich hat. Ein Lebenswerk, EIN GANZES, ein Weltbild, ein Menschenbild stellt sich dem Betrachter, der Betrachterin, dar – ein Werk, das noch wenige Menschen kennen.

 

Liebe Sammler, liebe Sammlerinnen, liebe Philanthropen, liebe Philanthropinnen, ja, SIE sind angesprochen!

 

Mein Schaffen widmet sich seit rund fünfzig Jahren der Steinbildhauerei und der Plastik, der Acryl- und Ölmalerei sowie einer eigens entwickelten „indogermanischen“ Tuschmalerei. Allen diesen Werken liegen zahlreiche Bleistift- und Farbstiftstudien, mehrere Dutzend Kaltnadelarbeiten und einige wenige Aquatinta-Arbeiten zu Grunde. Dazu kommt noch als fünftes, ein kleines architektonisches (Ideen-)Werk.

 

Meine Werkstatt befindet sich in zwei grossen ehemaligen Fabrikräumen im Industrieareal Olten im Kanton Solothurn. Einen weiteren Arbeitsplatz betreibe ich in Härkingen in einer Kiesgrube für grössere Bildhauerarbeiten an zum Teil tonnenschweren Marmorsteinen. Diese Einrichtungen wurden mir von zugewandten Freunden als Arbeitsplätze überlassen.

Im Ganzen zeigt sich hier wie dort ein für den Kunstliebhaber vielseitiges (dadurch vielleicht auch anspruchsvolles) und höchst schöpferisches Gesamtwerk. Es ist zugleich auch ein «jungfräuliches» Werk, welches bis auf wenige Ausnahmen hin noch keiner breiteren Öffentlichkeit bekannt ist.

 

Alle einzelnen Werkgruppen, die auch auf der Homepage http://www.wernerrueefli.ch angesprochen sind und im Nachfolgenden kurz umrissen werden, verlangen nach endgültiger Umsetzung: Das heisst, sie wollen sich dem Menschen zugänglich machen. Dafür bin ich auf der Suche nach finanzieller Hilfe von der Kunst zugewandten Menschen.

So sind zum Beispiel viele Dutzend Kaltnadelarbeiten und wenige Aquatintaarbeiten erst im Probedruck aus des Künstlers Hand entstanden, damit sie ihm als Studien bei der Gestaltung der Malerei, der Tuschmalerei oder zum bildhauerischen Schaffen dienen können… In sich sind sie abgeschlossene Arbeiten und ergeben ein grösseres grafisches Werk. Dieses Werk muss aber erst gedruckt werden.

 

Das malerische Werk umfasst in erster Linie über hundert grosse Landschaftsbilder, ein Dutzend grossformatige Ganzkörperportraits und vieles mehr. Das meiste wurde auf grossen Sperrholzplatten in der Grösse von 260cm x 170cm gemalt. Viele frühere Arbeiten, fast alles bis zu seinem dreissigsten Lebensjahr, sind den unerbittlichen Selbstkämpfen zum Opfer gefallen, was bei jedem ernsthaften Künstlerleben dazu gehört, bis die Selbstkraft den Zweifel besiegt. Dieses grosse malerische Werk bedarf der Pflege und Aufbereitung, denn es steht seit Jahrzehnten in einem feuchten Kellerraum. Man darf sich da bestimmt nicht ein heruntergekommenes oder teilzersetztes Werk vorstellen, aber an gewissen Bildern zeigt sich Schimmel und das ganze Werk braucht des Betrachters Aufnahme und sicher nicht den dunklen Kellerraum.

 

Das plastische Werk umfasst etwa zwei Dutzend kleinere Gipsarbeiten und einige lebensgrosse Figuren, welche für die Öffentlichkeit durch ein Giessverfahren gesichert werden müssen. Die Gipsarbeiten sind neben ihrer Grösse doch auch sehr filigran, so dass bei einer konventionellen Abgussmethode der originale Gipsentwurf verloren ginge. Das darf auf keinen Fall geschehen. So müsste also zuerst ein 3 D Druck hergestellt werden und dann von diesem ein konventioneller Abdruck, der dann ausgegossen werden kann in Bronze oder Eisen.

 

Das grosse, viele Tonnen schwere steinbildhauerische Werk ist zum Glück in sich selbst gesichert durch den Stein an sich. Bei den kleineren Figuren besteht die Möglichkeit der Präsentation auch in gegossener Form. Aufgebänkt auf farbigem Beton oder Marmor, Jurakalkstein oder auf einem schwarzen Quaderstein entsprechen sie so unserem Zeitgeist.

 

Die Tuschmalerei, die über Jahrzehnte entwickelt wurde und viele Dutzend grossformatiger Bilder von der Grösse 365cm x 145cm, wie auch 250cm x 125cm umfasst, ist auf dünnem chinesischem oder koreanischem Papier gefertigt. In tausenden von Stunden wurde hier eine ganz eigene Sprache entwickelt, die ihre handwerklich fachliche Ausbildung in der alten traditionellen koreanischen Tuschmalerei fand. Was man heute sieht, nenne ich in Ermangelung eines gültigen Ausdrucks: „indogermanische“ Tuschmalerei, indogermanisch, weil ich kein Asiate bin und auch nie im Sinne hatte, mir irgendwelche Anleihen in Asien zu holen, ausser dem strikten Handwerk.

Diese Blätter müssen entweder nach asiatischer Manier aufgezogen werden, oder in europäischer Tradition durch einen Tapezierer auf Holz geleimt werden oder zum mindesten zwischen Plastikplatten eingelegt werden, die als Bildträger das Papier schützen

Der Zweck meines Briefes besteht darin, dass ich versuche, interessierten PhilanthropInnen und SammlerInnen aufzuzeigen, dass diese künstlerische lebenslange Arbeit es Wert ist, einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt zu werden, sei es durch subsidiäre Hilfe in den einzelnen Ausdrucksbereichen, sei es als Gesamtschau, aus der das Welt- und Menschenbild umso besser zur Anschauung käme oder dass sogar die Möglichkeit besteht, in einem eigens dazu erstellten Museumsbau eine Künstlerindividualität vorzustellen, die ein wirkliches Zeitzeugnis des heutigen Menschen gibt.

Das Werk als solches beinhaltet eine europäische, individualistische Schöpferkraft und zeigt das Schaffen eines Einzelnen in einem jahrzehntelangen Arbeitsprozess. Alles Schaffen braucht seinen Ort, seinen Boden und ich glaube in meinem Werk zu fassen, was der Kosmos, der Mensch und sein Ort an Möglichkeit mitgab, um ein wirkliches Zeitzeugnis unserer so vielfältigen Kulturen in einem Guss darzustellen!

In diesem Sinne empfehle ich Ihnen und auch ihren Freunden und Bekannten dieses Werk und freue mich auf ihre Kontaktaufnahme!

Werner Heinrich Rüefli

Vorsorgen – Versorgen – Entsorgen

Der Nachlass des Künstlers ist für ihn wie auch für die Gesellschaft eine verantwortungsvolle Aufgabe…

 

Für den Künstler fusst die Frage des Nachlasses seines schöpferischen Werkes auf sicherstem tiefsten Grund, denn nur von dort aus ist er sich der Bedeutung bewusst, die er seinem Werk und dessen  Bezug zur Gesellschaft, geben kann.

 

Von diesem Standpunkt aus, ist seine erste Empfindung nicht die des Erhaltens, des Sorgetragens, sondern gilt der Mitteilung, der Synthese – sein Werk muss den Menschen erreichen…

Sein Werk muss Allgemeingut werden, muss dem tiefsten Wissen, der höchsten Höhe des Empfindens seiner Zeit gerecht werden…

 

Wenn es nun gelingt, dass der Künstler seine Werke in der Gesellschaft verankern kann, wird von selbst die Sorge für den Erhalt des Bestehenden aufkommen. Vorgängig dazu braucht es aber das Wohlwollen und die Einsicht der KuratorInnen, der SammlerInnen, die Gewähr dafür geben, dass sein Werk bedeutungsvoll ist… Noch wichtiger sind die echten Sammler und Sammlerinnen, die Philanthropen  und Philanthropinnen!

 

Es ist wirklich so, dass der rohe Stein erst rechtwinklig behauen sein muss, bevor er geglättet werden kann…

 

Wir neigen in unserer heutigen Zeit dazu, die wir im Zeichen des homo aequalis leben und denken und uns den Lebensformen  des homo hierarchicus (Jan Assmann) nur mit Angst nähern, den rohen Stein zu glätten…

 

Man versucht zu konservieren und zu schützen aus lauter Angst und falschem Respekt gegenüber den flachen und ausufernden Erzeugnissen der Zeit. In einer Überfülle und kaum mehr zu überschauenden Diversität sogenannten künstlerischen Treibens, bleibt keine andere Sorge mehr, als alles zu pflegen und zu horten.

 

Im nicht eingestandenen Wissen darum, dass das Seltene teuer ist, versucht man alles säuberlich zu konservieren, in der Hoffnung, das Seltene und das Kostbare darin, mit zu konservieren.

 

Wie den KuratorInnen , so ergeht es auch den meisten SammlerInnen – nichts darf durch die Maschen fallen, gebildet aus sorgfältig gezüchteten demokratischen Achtsamkeitswillen!

 

Die Kriterien für die Auswahl erwachsen der Angst, dass man das Wenige, das man bereits besitzt, noch verliert – man scheut sich vor Vertiefung!

 

Die Folge davon wird sein, dass Unmengen von Scheinkunst katalogisiert werden, dass Hunderte von KuratorInnen und KunsthistorikerInnen die Bestände immer und immer wieder sichten und tausende von Kubikmetern Beton neueste und allerneueste „Museen“ erstehen lassen.

 

Wie gesagt – dem Treiben ist kein Ende zu setzen…

 

Der Küstler selber weiss im Tiefsten, dass sein Werk erhalten bleibt, denn sobald die Zeit sich seinem Werk amalgamiert, wird für sein Werk gesorgt!

 

Der Wille der Zeit, beste Kunst zu fördern ist echt, aber beste Kunst zu sichten, dazu braucht es auch ein Streben in die Höhe und die Tiefe – und nicht nur in die Weite!

 

Werner Heinrich Rüefli